Beispiel-Studie: Individuelle Betrachtungen für eine starke Employer Brand

Die Anforderungen an einen attraktiven Arbeitgeber beurteilen Mitarbeiter:innen subjektiv. Die entscheidenden Faktoren können sich unter anderem nach Region, Branche, Fachrichtung oder Generation unterscheiden. Welches sind die wichtigsten Kriterien für Ihre Mitarbeiter:innen? Legen sie mehr Wert auf interessante Aufgaben, eine ausgewogene Work-Life-Balance oder ist ein bestimmtes Gehalt ausschlaggebend? Fest steht: Es erfordert individuelle Betrachtungen, um das Attraktivitäts-Potenzial eines Unternehmens auszuschöpfen. Mit gezielten Analysen können die Arbeitsmarktexpert:innen von WifOR die bestimmenden Faktoren identifizieren, um Maßnahmen auf Basis wissenschaftlicher Daten abzuleiten. 

Beispiel-Studie zur Pflegelandschaft in Bayern

Beispiel-Ergebnisse liefert die WifOR-Studie „Zukunft der Pflege in Bayern – eine Big Data Analyse der Herausforderungen und Chancen“ aus dem Jahr 2020. Bei der Untersuchung für die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V. ging es um die Frage, wie die Attraktivität des Pflegeberufs in Bayern gesteigert werden kann. Hierzu analysierten die WifOR-Arbeitsmarktexpert:innen die aktuellen sowie künftigen Herausforderungen und Chancen der Mitarbeiterrekrutierung.

Aus den Analysen geht hervor, dass monetäre Anreize allein nicht ausreichen, um die Attraktivität der Gesundheits- und Pflegebranche in Bayern nachhaltig zu verbessern. Insbesondere die Bereiche fehlende Wertschätzung, unzureichende Kommunikationskanäle zwischen Hierarchieebenen und mangelndes Umwelt- und Sozialbewusstsein bergen Verbesserungspotenzial. 

Verteilung der Verbesserungsvorschläge für die Gesundheits- und Pflegebranche

Studie Arbeitgeberattraktivität: Verteilung der Verbesserungsvorschläge für die Gesundheits- und Pflegebranche

Die Abbildung zeigt, dass 27 Prozent der Mitarbeiter:innen in der Pflege Verbesserungspotenzial im Bereich Wertschätzung sehen. Nur knapp 15 Prozent der Vorschläge adressieren die Entlohnung. Mit circa zwölf Prozent ähnlich oft thematisieren Arbeitnehmer:innen die Kategorie der Investitionen, die sich maßgeblich auf Infrastruktur und Ausstattung der Pflegeeinrichtungen bezieht. Jeder zehnte Verbesserungsvorschlag betrifft die Kategorie Personal. Hier nennen Mitarbeiter:innen häufig die unzureichende personelle Ausstattung und den Wunsch nach mehr Neueinstellungen. Aspekte der Verantwortung, beispielsweise selbständiges und selbstbestimmtes Arbeiten finden sich in nur knapp einem Prozent der von Mitarbeiter:innen geäußerten Wünsche und Forderungen. Knapp 14 Prozent aller Verbesserungsvorschläge können keiner der acht Kategorien eindeutig zugeordnet werden.

Durch diese Ergebnisse sind Verbesserungspotenziale erkennbar, die als Grundlage für Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufs in Bayern dienen. Weitere Informationen zum Forschungsansatz der WifOR-Arbeitsmarktexpert:innen finden Sie hier.

WifOR-Studie: Zukunft der Pflege in Bayern

Seit über zehn Jahren verhilft WifOR Unternehmen, Ministerien und Verbänden dazu, gefragte Fachkräfte zu finden und Mitarbeiter:innen langfristig zu binden. Wenn Sie mehr über die Methodik erfahren möchten, können Sie hier Kontakt zu unseren Arbeitsmarktexpert:innen aufnehmen.

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